Hochbeete und Dammbeete - Gartentipps im Gartenversandhaus


Ertrags­ver­besserung durch Damm- und Hochbeete


Wer Gemüsepflanzen zieht, tut dies meist, weil er sich über gesunde selbstgezogene und leckere Ernte freuen möchte. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich im Laufe der Zeit Methoden entwickelt, die das Wachstum und die Reifung der Pflanzen unterstützen, ohne dass dafür besondere Zusatzstoffe benötigt werden und die leicht in jedem Garten umzusetzen sind.


Dammbeete

Das Dammbeet hat sich im großflächigen Anbau von Frühkartoffeln und frühen Erdbeeren durchgesetzt. Es verbindet leichtere Bearbeitung mit früheren und höheren Erträgen. Es ist auch im Garten gut einsetzbar. Die Beetvorbereitung kann zu einem günstigen Zeitpunkt, sozusagen auf Vorrat, erledigt werden. Die Dammformung im Herbst, besonders bei schweren Böden ist zu empfehlen, verbessert die Frostgare, beschleunigt im Frühjahr das Abtrocknen und erleichtert die Unkrautbekämpfung. Damit kann meist auch früher bestellt werden. Eine zusätzliche Abdeckung mit Vlies verfrüht die Kultur um bis zu 3 Wochen.

Zur Dammformung wird der Boden tief gelockert und der organische Dünger gut eingearbeitet. Die Dämme werden entsprechend dem Kulturverfahren etwa 30 cm hoch geformt. Erdbeeren können in Reihen (50-60cm Reihenabstand, 30cm in der Reihe oder als Doppelreihe (30cm zwischen den Reihen und 60-80cm zwischen den Doppelreihen) angebaut werden, Kartoffeln werden in Einzeldämme (60cm Reihenabstand, 40cm in der Reihe) gelegt. Auch Wärme liebende Kulturen wie Gurken, Auberginen, Tomaten, Andenbeeren können auf im Frühjahr geformte Dämme gesetzt werden.



Hochbeete

Während Dammbeete in den normalen Frucht- und Beetwechsel einbezogen und damit jährlich neu gestaltet werden, sind Hochbeete ortsfeste Anlagen für mehrere Jahre. Hochbeete sind für behinderte Menschen eine Möglichkeit, im Sitzen an die Pflanzen und die Erdfläche leicht heranzukommen. Mit Hochbeeten können optische Blickpunkte geschaffen werden. Auch hier gelten die gleichen gärtnerischen Vorteile wie oben bei den Dammbeeten erwähnt, leichte Bearbeitbarkeit sowie frühe und hohe Ernten. Für Hochbeete werden einige bauliche Voraussetzungen gebraucht, das Material für die Wände (ca. 80cm hoch), Maschendraht, Folie und grobe organische Materialien (Gehölzschnitt). In Kurzform wird ein ordentliches Hochbeet wie folgt angelegt:

1. Den Boden auf der Hochbeetfläche 25-30cm tief abtragen und später als oberste Schicht wieder einsetzen

2. Die Umrandung aus stabilen, möglichst nicht imprägnierten Hölzern oder aus Kunststofffertigteilen bauen

3. Die Bodenfläche mit der Grabegabel lockern und bis 15cm über der Bodenoberfläche mit Mäusedraht auskleiden

4. Die Innenseiten der Wände mit Folie ausschlagen (Boden frei lassen)

5. Die folgenden Schichten jeweils 25-30cm auftragen. Die unterste Schicht sollte aus grobem Gehölzschnitt bestehen. Festtreten und eventuell mit 100g/qm Kalkstickstoff bestreuen.

6. Darauf folgt eine Schnitte von Staudenschnitt, Grassoden, Feinhäcksel

7. Darauf folgt eine Schicht mit halbfertigem Kompost oder Stallmist

8. Die oberste Schicht ist der zuvor abgetragene Gartenboden

Der Boden des Hochbeetes senkt sich im Laufe der Jahre. Dann kann Boden nachgefüllt werden. Nach 5-7 Jahren ist das Hochbeet verbraucht und muss neu aufgebaut werden.





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