Winterharte Balkonpflanzen
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Warum Kübelpflanzen im Winter vertrocknen und nicht erfrieren
Die größte Gefahr für Balkonpflanzen ist im Winter selten die reine Lufttemperatur, sondern dass der Wurzelballen im Topf komplett durchfriert. Im Gartenboden zieht die Kälte nur von oben ein, während die tiefere Erde noch Wärme speichert. Im Pflanzkübel dagegen dringt der Frost von allen Seiten gleichzeitig ein.
Bei Immergrünen führt das an sonnigen Wintertagen häufig zur sogenannten Frosttrocknis: Die Sonne regt die Blätter an, Wasser zu verdunsten, aber aus dem gefrorenen Substrat können die Wurzeln kein Wasser nachsaugen. Die Pflanze erfriert also meist gar nicht sie vertrocknet schlichtweg.
Gießen Sie Ihre winterharten Kübelpflanzen deshalb unbedingt an frostfreien Tagen. Stellen Sie die Töpfe außerdem auf kleine Tonfüße, Holz- oder Korkscheiben. Das verhindert, dass die Eiskälte direkt aus dem Balkonboden in den Topf steigt, und sorgt dafür, dass Schmelzwasser jederzeit gut abfließen kann.
Das richtige Substrat: So verhindern Sie Wurzelfäule im Spätwinter
Damit eine dauerhafte Balkonbepflanzung über Jahre hinweg gesund bleibt, kommt es auf die richtige Erde an. Normale Blumenerde sackt durch das ständige Einfrieren und Auftauen im Winter schnell in sich zusammen. Sie verliert ihre Poren, verdichtet stark und führt bei dauerhaftem Regen im Spätwinter zu Wurzelfäule.
Nutzen Sie stattdessen eine stabile Kübelpflanzenerde und mischen Sie etwa 30 bis 40 Prozent mineralische Bestandteile wie Blähton, Bims oder Lava unter. Diese Materialien zerfallen nicht und halten das Substrat auch nach mehreren Wintern noch luftig.
Eine bewährte Kombination für das ganze Jahr sind robuste, immergrüne Blattschmuckstauden zusammen mit flach wachsenden Fetthennen-Arten (Sedum). Das Sedum wächst wie ein Teppich über der Erde und schützt sie vor dem Austrocknen. Eine 2 bis 3 Zentimeter dicke Schicht aus feinem Mineralsplitt als Abdeckung schützt den empfindlichen Wurzelhals zusätzlich vor Nässe und Kältespitzen.